
Die Dupuytren’sche
Erkrankung
an der Hand
Baron G. Dupuytren (1777-1835)
Bis heute kennt man die Ursache dieser knotigen und strangförmigen Veränderung nicht, die sich in der Hohlhand und in den Fingern entwickelt und zunehmend die Streckfähigkeit der Finger beeinträchtigt.
Gewöhnlich beginnt die Knotenbildung im 4. Fingerstrahl in der Innenhand. Sie kann aber an jedem anderen Finger starten.
Die Streckbehinderung macht sich zuerst am Grundgelenk bemerkbar. Im Endstadium ist der betroffene Finger ganz in die Hohlhand eingeschlagen und kann nicht mehr bewegt werden. (Siehe Titelbild 4)
In welcher Zeit diese Entwicklung abläuft, ist ganz unterschiedlich und nicht vorhersehbar. Kleine Verletzungen oder Operationen in der Hand können die Entwicklung beschleunigen.
Man unterscheidet je nach verbliebener Beweglichkeit verschiedene Stadien (1-4, entsprechend der 4 Bilder auf der Titelseite dieser Broschüre).
Die Krankheit ist harmlos und immer schmerzfrei. Sie behindert allerdings die Funktion der Hand unter Umständen erheblich.
Sie kann nach einer Behandlung in den
nicht operierten Teilen der Hand weiter
fortschreiten, oder an der anderen
Hand auftauchen.
Behandlung
Es gibt zur Zeit noch keine Medikamente gegen diese Bindegewebsveränderung. Übungstherapien helfen auch nicht, diese Bewegungs- behinderung zu beheben. Einzig die Durchtrennung oder Beseitigung der Stränge, die übrigens nichts mit den tiefer gelegenen Beugesehnen zu tun haben, stellt die Beweglichkeit wieder her.