G. Dupuytren

war der erfolgreichste und berühmteste Chirurg seiner Zeit und praktizierte in Paris.
Er beschrieb diese Erkrankung der Hohlhand, die fortan seinen Namen trägt und ihn eigentlich unsterblich gemacht hat, obwohl das Verdienst der Erstbeschreibung dem Basler Arzt Felix Platter (1536-1614) zukommt.

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Die Dupuytren’sche
Erkrankung
an der Hand

Baron G. Dupuytren (1777-1835)

Bis heute kennt man die Ursache dieser knotigen und strangförmigen Veränderung nicht, die sich in der Hohlhand und in den Fingern entwickelt und zunehmend die Streckfähigkeit der Finger beeinträchtigt.

Gewöhnlich beginnt die Knotenbildung im 4. Fingerstrahl in der Innenhand. Sie kann aber an jedem anderen Finger starten.

Die Streckbehinderung macht sich zuerst am Grundgelenk bemerkbar. Im Endstadium ist der betroffene Finger ganz in die Hohlhand eingeschlagen und kann nicht mehr bewegt werden. (Siehe Titelbild 4)

In welcher Zeit diese Entwicklung abläuft, ist ganz unterschiedlich und nicht vorhersehbar. Kleine Verletzungen oder Operationen in der Hand können die Entwicklung beschleunigen.
Man unterscheidet je nach verbliebener Beweglichkeit verschiedene Stadien (1-4, entsprechend der 4 Bilder auf der Titelseite dieser Broschüre).

Die Krankheit ist harmlos und immer schmerzfrei. Sie behindert allerdings die Funktion der Hand unter Umständen erheblich.
Sie kann nach einer Behandlung in den nicht operierten Teilen der Hand weiter fortschreiten, oder an der anderen Hand auftauchen.

Behandlung

Es gibt zur Zeit noch keine Medikamente gegen diese Bindegewebsveränderung. Übungstherapien helfen auch nicht, diese Bewegungs- behinderung zu beheben. Einzig die Durchtrennung oder Beseitigung der Stränge, die übrigens nichts mit den tiefer gelegenen Beugesehnen zu tun haben, stellt die Beweglichkeit wieder her.

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